USA und EU verlangen Freilassung von Guaidós Büroleiter

Im eskalierenden Machtkampf in Venezuela geraten die engsten Mitarbeiter des selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó ins Visier der regierungstreuen Sicherheitskräfte. Agenten des Geheimdienstes Sebin verhafteten am Donnerstag Guaidós Büroleiter Roberto Marrero. Der 49-Jährige habe eine Terrorzelle angeführt, die durch Attentate auf Politiker, Militärs und hohe Richter das südamerikanische Land destabilisieren wollte, sagte Innenminister Néstor Reverol.

Nach Angaben der Opposition stürmten Geheimdienstbeamten in den frühen Morgenstunden das Haus von Marrero. Bei der Durchsuchung hätten sie zwei Gewehre und eine Granate deponiert, um falsche Beweise zu fabrizieren, sagte der Fraktionschef von Guaidós Oppositionspartei Voluntad Popular und Marreros Nachbar, Sergio Vergara.

Bei der Durchsuchung seien Kriegswaffen und Bargeld in ausländischen Währungen sichergestellt worden, sagte Innenminister Reverol. Die Terrorzelle habe Söldner aus Kolumbien und Mittelamerika angeheuert, um durch gezielte Mordanschläge das Land ins Chaos zu stürzen. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelte auch wegen Attentatsplänen gegen Präsident Nicolás Maduro.

Marrero wurde in das berüchtigte Geheimdienstgefängnis Helicoide in Caracas gebracht, in dem bis vor kurzem noch der deutsche Journalist Billy Six eingesessen hatte.

Die EU verurteilte die Festnahme des Stabschefs. Die Europäische Union dringe darauf, dass der in Caracas festgenommene Marrero “sofort und ohne Bedingungen freigelassen” werde, erklärte EU-Sprecherin Maja Kocijancic. Die EU mache die venezolanischen Behörden “für seine Sicherheit und Unversehrtheit verantwortlich”.

 


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